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Auf den großen Bergen dieser Welt gibt es keine Garantie!


15.12.2017

Stephan Keck, Expeditionsleiter und Partner Hans Kammerlanders am Manaslu: "Planung und Organisation ist alles, aber auf den großen Bergen dieser Welt, gibt es keine Garantie. Für nichts!" 15 Personen, 750 kg Filmequipment plus 2.000 kg Ausrüstung von Österreich über Kathmandu, den Manaslu-Trek mit dem über 5.000 m hohen Lakrya La-Pass bis ins Base Camp des Manaslu zu bringen (und auch wieder zurück), war eine organisatorische und logistische Herausforderung die unseren Respekt verdient.

Nicht zu vergessen sind die mühsamen Formalitäten um Drehgenehmigungen, Hubschraubereinsätze und diverse Permits für die gesamte Crew. Stephan Keck hat diesen enormen Aufwand mit seiner Erfahrung als professioneller Expeditions-Organisator gemeistert und wir möchten ihm an dieser Stelle unseren Dank aussprechen.

Persönliche Eindrücke über die Expedition schildert uns Stephan Keck in seinem Blog und Interview:

Wir sind aus Nepal zurück. Zwar konnten Hans Kammerlander, das Kamerateam und ich den Gipfel des 8.163 Meter hohen Manaslu nicht erreichen, haben Nepal aber dennoch glücklichen Herzens verlassen.

Dass wir den Gipfelerfolg nicht in unsere Tagebücher eintragen konnten, hatte durchaus plausible Gründe. Zumindest für Hans und mich, schließlich waren wir während der gesamten Zeit am Berg, in Auf- und Abstieg immer einer Meinung. Oft genügte ein Blick, ein Nicken oder Kopfschütteln und wir waren uns einig, was zu tun sei. Zu eindeutig war die Gefahrenlage, war vor unserer Ankunft doch Schnee in rauen Mengen gefallen und hatte uns schlussendlich einen Strich durch unsere Gipfelrechnung gemacht.

Wir wussten vorab, dass wir womöglich einige Wochen zu spät dran waren, zu lange nach der offiziellen Saison. Dem Wunsch alleine im Basislager und im Aufstieg ohne andere Expeditionsgruppen zu sein, stand das Risiko des herannahenden Winters mit all seinem tückischen Schneefall gegenüber. Und dennoch waren es genau diese Aspekte, die wir für uns als Bergsteiger sowie für den Film gesucht und gewünscht hatten. Was für eine Rückkehr wäre es für Hans auch gewesen, wenn er nach 26 Jahren in ein überfülltes Basislager zurückgekommen wäre? Dorthin, wo er einst seine beiden Freunde Friedl Mutschlechner und Karl Großrubatscher verloren hatte. Wie sollte er so seinen Weg zu Ende gehen, seinen Frieden mit den schrecklichen Ereignissen von damals machen?

Nun mag es in unserer heutigen Gesellschaft für den einen oder anderen womöglich nicht leistungsorientiert genug klingen, dass wir nicht mehr gewagt und die Besteigung nicht doch bis zum Ende forciert haben. Denjenigen möchte ich an dieser Stelle jedoch entgegenhalten, dass wir auch ohne den vermeintlich größten Erfolg, auf dem Gipfel zu stehen, eine ganze Menge auf der Habenseite zu verbuchen haben. Wir bringen tolle Aufnahmen aus Nepal und vom Manaslu mit – es wird ein bildgewaltiger Film, der im nächsten Herbst zu sehen ist-, unzählige Erfahrungen, neue Freundschaften und nicht zuletzt die Gesundheit aller an dieser großen Expedition Beteiligten. Seien dies Gerald Salmina und sein komplettes Filmteam, seien es sämtliche Sherpa, die uns unterstützt haben, oder zuletzt auch Hans und ich selbst.

Ohne Zweifel wären Aufnahmen vom Gipfel das höchste der Gefühle für unseren Regisseur Gerald Salmina gewesen, jedoch war auch er nicht im Ansatz enttäuscht, dass es nicht dazu kam. Allzu großes Risiko wollte auch er nicht um jeden Preis eingehen und einen interessanten Spannungsbogen bietet diese unvollendete Manaslu-Expedition für die Handlung allemal, schließlich dreht sich der Film um Hans Kammerlanders Leben, das sich zwar sehr häufig, aber eben nicht immer ganz oben und auf den Gipfeln dieser Welt abgespielt hat.

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Das Interview mit Stephan Keck folgt im nächsten Blog.

Besinnliche und erholsame Weihnachtsfeiertage mit euren Freunden und Familien wünscht euch

G.T.

TO THE MOUNTAIN OF SOULS

25. Oktober – 11. November 2017:
Trekking zum Basislager

Ab 11. November 2017:
Aufstieg zum Gipfel

Manaslu

Produktionszeitraum:
21. August 2017 bis 30. April 2018

Kino-Premiere: November 2018

Drehorte: Manaslu (Nepal), Tsum Valley (Nepal), Pakistan (tba), Dharamsala (Indien), Sand in Taufers (ITA), Ortler (ITA), Kleine Zinne (ITA), Meran (ITA), Bozen (ITA), Seiser Alm (ITA), Seceda (ITA), Peitlerkofel (ITA), Tirol (Aut)

Hans Kammerlander

„Zu meinen Expeditionen wurden mir jede Menge Fragen gestellt, aber ich wurde nie gefragt, ob es da oben (am Gipfel) schön war.“

Stephan Keck

„Für mich ist der Inbegriff von Freiheit, einfach gehen zu können. Ich bin nicht so der typisch Sesshafte, ich bin eher der Nomade.“

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